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b i o g r a p h i e

 


In Danzig geboren-in Bremen aufgewachsen

1986
Begegnung mit dem international renommierten französischen Maler Prof. PATRICK MAICHE  in Nizza- F, Ermunterung zum Studium der freien Malerei.

 

1986 - 1990
künstlerische Ausbildung in der freien Malerei bei bekannten Malern in Nizza, Prof. Patrick Maiche, 
der Worpsweder Künstlerin Helga Hentschel-Holterdorf (
† 2000)  und der französischen Malerin Isabel Gogröf.

Zahlreiche Studienreisen nach Frankreich und Holland.

 

1987 - 2012
über 60 Einzel - u. Gruppenausstellungen in Galerien, Kunsthallen und öffentlichen Einrichtungen im In- u. Ausland.

      

 Besondere Highlights im Leben der Künstlerin:  

 

1994
R. VOGEL-STELLING wurde vom Bremer Senat autorisiert,

 zum   

"TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT"

- großer Staatsakt im Bremer Congreß–Centrum.-     
ihre beiden zeithistorischen Arbeiten
 

"GRENZEN- los" und 

"PRAGER BOTSCHAFT, 30. Sept. 1989"
Arbeiten aus den Jahren 1989 u. 1990, 

auszustellen.

 

Das Werk "GRENZEN-los" wurde mehrfach von der ARD, dem ZDF und RTL  ausgestrahlt.

 

 

1996
DOCUMENTA KASSEL- Eintragung mit "QUO VADIS" in das DOCUMENTA- ARCHIV.

 

 

4.10.1997
Persönliche Übergabe des Werkes 

 

"GRENZEN-los" an

 

MICHAIL GORBATSCHOW 

 

im PARK-HOTEL zu Bremen.

 

(Für die von ihm ins Leben gerufene "Gorbatschow-Stiftung MOSKAU")

 

2002

Kunstpreisträgerin mit dem Werk "Neptuns Gespielinnen" (siehe unter "Wellenweiber") MARITIM - Bremen

 

 

5. März 2006 

Zum 2. Mal trifft Renate Vogel-Stelling in Bremen den ehemaligen Staatspräsidenten der UdSSR und Nobel-Preisträger Michail Gorbatschow, anlässlich seines 75. Geburtstags. Sie überreicht ihm eine Rose und ein kleines Fotoalbum, u.a. mit Fotos seiner verstorbenen Frau Raissa, anlässlich ihrer Bildübergabe des Werkes "GRENZEN-los" für die Gorbatschow Stiftung/ Moskau im Jahre 1997. 

 

Arbeiten der Künstlerin befinden sich in Privatbesitz und öffentlichen Einrichtungen u.a. in Moskau, Frankreich, Rumänien auf den Balearen, Spanien-Festland, den USA etc.

 

      

Eigene Gedanken zur Malerei von  Renate VOGEL-STELLING

 Ausschnitte einer von mir gehaltenen Eröffnungsrede anlässlich einer Einzelausstellung in der Galerie ART 99  Worpswede.

 ...ich habe mir überlegt, dass ich Ihnen einmal einen kleinen Einblick geben möchte in mein Leben als Malerin, dass ich Ihnen ein wenig schildern möchte, was in mir vorgeht, wenn ich die weiße Leinwand vor mir sehe, die danach verlangt, sinnvoll mit Farbe gefüllt  zu werden. Also, der Kampf mit der weißen Leinwand, den wohl jeder Künstler kennt, beginnt.

    Für mich selbst, für meine Familie und vor allen Dingen für meinen Mann, bin ich in der Zeit, in der ich „im Malen“ bin, schwer zu ertragen. Ich brauche dann verständnisvolle Menschen, die meine innere Zerrissenheit und meine auch oftmals traurigen Stimmungen; aber auch meine Glücksgefühle mit mir teilen und durchstehen. Das ist nicht einfach, das ist mir deutlich  bewusst, aber der Lohn ist dann später das fertige Werk.

    Das Malen beginnt nicht mit dem ersten Pinselstrich, sondern weit vorher. Plötzlich ist dieser bestimmte Gedanke da, diese bestimmte Stimmung, eben diese ganz spezielle Stunde, und ich weiß, dieses Sujet musst du mit Pinsel und Farbe auf die Leinwand bringen.  

   Das ist der Beginn der Arbeit. Es folgen Skizzen, die wieder und wieder verändert oder verworfen werden, und in dem Maße wie sich der Papierkorb füllt, leert sich mein Kopf. Die Idee wird beiseite geschoben, aber die Gedanken an genau diese Arbeit ruhen nicht. Also beginne ich von vorn, und plötzlich – ein ganz einfacher, „dahingeworfener Strich“ – lässt die gesamte Szene vor meinen Augen entstehen und lebendig werden. Nun kann es losgehen. Ich überlege, in welcher Größe die sich z.B. räkelnden oder tanzenden Damen erscheinen sollen. Bei mir können die Leinwände nie groß genug sein. Dann immer wieder die innere, mahnende Stimme, mal doch einmal was Kleines, wobei ich sagen muss, klein heißt bei mir so etwa 80 x 100 cm!

   Große Arbeiten erfordern große Kraft! Aber das ist kein Hindernis für mich. Ich beginne meine Entwürfe mit Kohle großzügig auf die schrecklich weiße Leinwand zu werfen, ganz leger,  aber dann gefällt mir plötzlich z.B. der kleine Finger nicht mehr, oder die eine Haarsträhne. Nun beginnt mein Kampf mit mir selbst. Ist das durchgestanden, beginne ich mit der Untermalung. Manchmal könnte das Bild schon so stehen bleiben, aber das wiederum lässt meine Neigung zum Perfektionismus nicht zu. Es vergehen Stunden um Stunden leidenschaftlichen Ringens bei klassischer Musik, die Tenöre z.B. Pavarotti oder Placido Domingo tragen mich von Stimmung zu Stimmung, manchmal sind es auch die Gipsy Kings oder Edith Piaf, je nach Intensität der Arbeit.  

   Meine Farbe findet sich nicht nur auf der Leinwand wieder – es muss übrigens Ölfarbe sein, es muss der Geruch der Ölfarbe sein, der einen geradezu sinnlichen Reiz auf mich ausübt – also diese Ölfarbe findet ihren Weg auch in die Haare, ins Gesicht und bis zu den Füßen. Ich laufe hin und zurück – setze hier eine rote Strähne ins Haar, dort einen Funken ins Auge. So vergehen Stunden, ich vergesse die Zeit, bin völlig versunken in meine Arbeit, ich könnte die ganze Nacht durch malen.

    Dieser „Anfall“ kann Wochen andauern, und wenn ich dann endlich meinen Namen unter die Arbeit gesetzt habe, muss das Bild erst einmal aus meinem Blickfeld verschwinden, das ist so eine, ja, ich muss gestehen, das ist eine Macke von mir. Mein Mann, dem ich an dieser Stelle ganz besonders danken möchte für sein Durchhaltevermögen, für alles, was er für mich tut, was er erträgt und mit mir durchsteht, also mein Mann muss das Bild dann regelrecht vor mir verstecken, was bei den großen Arbeiten viel Fantasie erfordert, die Verstecke sind rar. Ich will das Bild vor mir selbst in Sicherheit wissen, es könnte ja sein, dass der kleine Finger doch noch korrigiert werden müsste, was natürlich unsinnig wäre.

    Das Werk ist vollbracht, ich bin glücklich, könnte die ganze Welt umarmen, feiern, tanzen, singen.

    Dann die große Leere und der Gedanke an die nächste Arbeit. Was male ich jetzt? Und alles beginnt von vorn. Die Qual der Wahl, die nächtlichen unruhigen Stunden, Schlaflosigkeit, diese tausend Gedanken. Aber ich denke auch an das Glücksgefühl nach gelungener Arbeit.

    Nein, niemals möchte ich darauf  verzichten, niemals, ich könnte es nicht, mein Leben wäre um so viel ärmer ohne die Malerei, so, als würde mir etwas Wesentliches genommen. Ich mache immer weiter, immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, voller Spannung auf das, was noch kommen mag. Auf diese Weise sind mir z.B. schon meine „Wellenweiber“ begegnet. Meine Malerei macht mich glücklich, sie ist eine unbeschreibliche Bereicherung in meinem Leben, ich bin dankbar, dass mir diese Gabe in die Wiege gelegt wurde...      

 

Kunstmeile Worpswede 2002

(Es entsteht das Ölbild "Drei Grazien")

 

        

  Prinzessin Donatha von Preussen 

(Benefiz- Clownbild für  Kinderklinik/Temesvar)

  Prof. Ernst Fuchs

 Willi Vogel, Maler und EVA, Malerin 

 

Michail Gorbatchow  

Bildübergabe 1997 im Park-Hotel zu Bremen

 

Helga Hentschel-Holterdorf 

Malerin † 2000 

Prof. Markus Lüpertz  

Wladimir Sokolov 

(Repräsentant von M.Gorbatchow)

 

Im Gespräch mit Alt-Bundeskanzler 

Gerhard Schroeder Worpswede

links in weiß: R. Vogel-Stelling