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Einzelausstellung
BEENDET
Jubiläumsausstellung
"KUNST
DARF GEWALTIG SEIN"
25
Jahre Kunst in Öl
Eine
Retrospektive
fand
vom 2. August bis 3. Oktober 2011 statt
Kunstschau
Wümme Wörpe Hamme
Lilienthaler
Kunststiftung
Monika und Hans-Adolf Cordes
Trupe 6, 28865
Lilienthal

| Die
ersten Gäste sind eingetroffen... |




| Der
Blick in die obere Ausstellungshalle und in die unteren Ausstellungsräume |
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Die
Künstlerin vor ihrem Kolossal-Gemälde (2 x 3 Meter) in REVOST-Struktur
"Die
fantastische Welt der Fabulos und Wellenweiber" |


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Auch
zeitkritische Themen wie "Hunger in Afrika" und "Kinder
der Kriege" sind
Bestandteil
dieser Retrospektiv - Ausstellung |
| Werke
aus dem Zyklus der "Limelight" Inspirationen |


Werke
aus der frühen Schaffenszeit...
PRESSE
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OSTERHOLZER
ANZEIGER
Mittwoch,
d. 10. August 2011
Kunst
darf gewaltig sein
Renate
Vogel-Stelling zeigt 40 Großformate
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VON SABINE
LEWELING
Lilienthal.
Hans Cordes hat die dimensional passenden Wände für die Farbgewalten
der international anerkannten Malerin Renate Vogel-Stelling, die in
ihren gerahmten Abmessungen nicht selten drei Meter erreichen. In der
Lilienthaler Kunstschau Wümme Wörpe Hamme trifft blutrote, satte
Farbwucht den Betrachter gleich im ersten Raum. Sechs Quadratmeter
nimmt die bekannte „Welt des Fabulos und der Wellenweiber" ein
und enthebt ihn für Momente der Realität.
In
sich verschlungene Fabelwesen mit schwungvollen Körpern, die
sich dem Spiel der Sinnlichkeit hingeben, sind in dieser
Fantasiewelt entstanden. Kunst darf monumental sein, so Vogel-Stelling
in der Erklärung ihrer Werke selbst. Das, was sie auf der Leinwand
darstellt, ist sie auch selbst: dem Leben in Lust zugewandt,
energiegeladen und willensstark, ohne das Weiche dabei zu versäumen.
Und immer wieder Rot.
„Nun hat unser Museum ja seinen Sitz im ehemaligen
Küsterhaus, und die kleine Kirche liegt in Sichtweite. Da hatte ich
doch so meine Bedenken. Diese Farbe war zu damaliger Zeit tabuisiert,
war sie doch Ausdruck für Leidenschaft und Erotik", führte
Cordes humorvoll in die Ausstellung ein. Da wisse er ja nicht, wie das
insgesamt vom Pastor gegenüber bewertet
würde, dann jedoch hätte er Freunde befragt. „Hans, trau dich das
jetzt ruhig mal", sei deren Rat gewesen. Mit einem Augenzwinkern wandte
er sich an die anwesende ehemalige Lilienthaler Bürgermeisterin,
Monica Röhr: „Liebe Frau Röhr, Sie sind Mitglied des Kirchen-
vorstandes. Da bin ich sicher, dass Sie für mich an
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Renate
Vogel-Stelling und Hans Cordes freuen
sich
über den überwältigenden Zuspruch zur
Ausstellungseröffnung
Foto: sl
| entsprechender Stelle bei Bedarf ein gutes Wort einlegen könnten."
Die Kulturwissenschaftlerin
Donata Holz zitierte in ihrer Begrüßung Emil
Nolde, der behauptete, dass die Kunst vom Menschen komme und für den
Menschen gemacht sei - nicht jedoch für den Experten. Genau das sei
es, was in Vogel-Stellings Bildern wohne, denn über sich selbst sagt
die Malerin. „Ich bin zielstrebig, ehrgeizig, aber ich habe eine
unendliche Liebe zu den Menschen, und ich liebe das Leben." Ja,
Kunst dürfe gewaltig sein, so Holz weiter. Nicht nur groß, sondern
kraftvoll im Strich, in
der
Farbe, in der Form, die oftmals über die Begrenzung des Bildrandes
hinauszuströmen schienen. |
Zentrales
Thema sind immer wieder die Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer,
um die sich alles rankt, in denen sich alles spiegelt, aus denen
alles strömt. Die Dynamik im gestalterischen Ausdruck überträgt
sich auf den, der vor den imposanten Gemälden steht. Mit der ihr
eigenen ReVoSt-Technik führt sie Pinselstriche mit Ölfarbe wie ein
Flechtwerk in dynamischer Bewegung über die Leinwand, setzt sie gegeneinander und lässt je
nach Lichteinfall und Standpunkt unterschiedliche Schattierungen und Reflexionen
entstehen. Eine Retrospektive mit mehr als vierzig Gemälden aus einer
25-jährigen Schaffensphase ist in der Kunstschau |
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zusammengetragen
worden. Neues ist dabei wie die Limelight-lmpressionen, männliche wie
weibliche Akte von berauschender Sinnlichkeit, aber auch wichtige
zeithistorische Arbeiten aus den späten achtziger Jahren mit Themen
zu Revolution, Hunger und Ausgrenzung. Die Nichte des berühmten
nordbremischen Kunstmalers Willi Vogel kann mittlerweile auf mehr als
60 Ausstellungen im In- und Ausland verweisen.
In ihrem ländlichen Atelier in
Stuckenborstel findet sie Stille und Konzentration, die sie für die
Entstehungsprozesse neuer Gemälde benötigt. Je nach Thematik dessen,
was sich unter ihrem Pinselstrich zeigen will, hört sie dabei
Klassik, Chansons oder lateinamerikanische Musik, um in die passende
Gestaltungsenergie und Stimmung zu gelangen. Für Vogel-Stelling können
Leinwände nie groß genug sein. Manchmal jedoch sei eine mahnende
Stimme in ihr, die ihr einflüstere, doch mal etwas Kleines entstehen
zu lassen. „Wobei klein für mich nie unter einen Meter
bedeutet", berichtet sie schmunzelnd. Renate Vogel- Stelling
selbst mag zart wirken gegen ihre monumentalen Gemälde. In ihr aber
wohnt diese einmalige große gestalterische Kraft, die einem
unbeugsamen Willen entspringt und in einem Hymnus an das Leben und die
Liebe endet.
Die
Ausstellung in der Kunstschau Wümme Wörpe Hamme in der Trupe 6 in 28865
Lilienthal ist noch bis zum 2. Oktober zu sehen.
Öffnungszeiten:
dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18
Uhr.
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WESER-KURIER
WÜMME-ZEITUNG
Mittwoch,
3. August 2011 - Nr. 179

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SONNTAGS-TIPP
Verden-Aller
07.
August 2011
Gemalte
Leidenschaft
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Gewaltige
Kunst
Von
Elke Keppler-Rosenau
Lilienthal.
Kunst darf gewaltig, monumental sein, wenn sie Menschen zu
bleibenden Eindrücken animieren soll. Nach dieser Philosophie
arbeitet die Stuckenborsteler Malerin Renate Vogel-Stelling seit
vielen Jahren. Ihre eindrucksvollsten Bilder haben Ausmaße, die den
üblichen Rahmen sprengen. Sie sind nicht nur in Form und Farbe überdimensional,
sie haben oft auch einen erotischen Anspruch, der in einer ganz
eigenen Sprache aus den Bildern spricht.
Erstmalig stellt die bekannte Malerin ihre Werke in der Lilienthaler
Kunstschau „Wümme-Wörpe-Hamme"bei
Hans-Adolf Cordes aus. Der Gründer und Stifter der Kunstschau gilt
als Kunstfreund mit viel Geschmack und Sachverstand. .Vom 5. August
bis 2. Oktober 2011 zeigt Renate Vogel-Stelling eine beeindruckende
Retrospektive unter dem Titel „Kunst darf gewaltig sein...".
Meereswesen, Nixen, aber auch Frauen allgemein werden von der Künstlerin
ausdrucksstark, üppig und sehr selbstbewusst dargestellt. Peter
Paul Rubens, der als Maler geballter Weiblichkeit in die Geschichte
eingegangen ist, hätte Renate Vogel-Stelling einen Platz an seiner
Seite eingeräumt, würde er erleben, mit welchem lustvollkünstlerischen
Ausdruck seine Erfolgsgeschichte
fortgesetzt wird. „Die Erotik hat schon seit Urzeiten das
Leben der Menschen bestimmt, also ist es selbstverständlich, sie
auch in der Kunst darzustellen", lautet ein Zitat der Malerin,
deren Bilder nichts mit Voyeurismus zu tun haben. |

MIT großer
Freude begrüßte Stifter und Galerist Hans-Adolf Cordes die
Malerin Renate Vogel-Stelling als Ausstellungsgast in der
Lilienthaler Kunstschau „Wümme-Wörpe-Hamme".
Foto:kr
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Im
Gegenteil, in ihren Bildinhalten gehen Schönheit ausgedrücktes
Selbstbewusstsein eine Symbiose ein. Sie
stellt Frauen dar, wie man sie als Mittelpunkt des
Universums verstehen könnte. Kraftvolle Formen, glühende
Farben, starke Gestik und Mimik vereint sie zu Werken, die
als eine Hommage an die Weiblichkeit zu
verstehen sind. Es ist nicht nur die Weiblichkeit,
die es
der Künstlerin so angetan hat. Starke Persönlichkeiten,
wie der ehemalige
russische Staatschef Michail Gorbatschow, ziehen sie
ebenfalls magisch an. Renate Vogel-Stelling portraitierte
diesen charismatischen
Politiker, dem es gelang, das Gesicht Europas
nachhaltig zu verändern, auf sehr eigenwillige Weise. Es
zeigt ihn als Mahner vor dem Abtransport des 1964 an der
Berliner Mauer |
erschossenen
Peter Fechter. Teilweise zerrisse Stacheldrahtzäune und
Menschen, die der neu gewonnenen Freiheit entgegenstürmen,
hinterfragen die Zustände der deutschen Teilung
auf künstlerische
Weise.
Das
Bild hängt auf dessen Wunsch in der Gorbatschow-Stiftung in
Moskau und erinnert an das Grauen der Teilung. Ein Bild, das
zwei Frauen, getrennt durch ein Gitter 1989 in der Prager
Botschaft zeigt, macht deutlich, wie sehr sich Renate
Vogel-Stelling mit politischen Zusammenhängen
auseinandersetzt und wie nachhaltig es ihr gelingt, die
Nöte der Menschen darzustellen.
Natürlich
widmet die
Künstlerin sich auch freundlichen Motiven. Blumenbilder,
wie Mohnimpressionen, oder farbenprächtige Darstellungen
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von
Tulpen bilden Gegensätze, die das Gesamtwerk der
Kunstschaffenden spannend
machen. Während die meisten Maler mit ihren Stilmitteln
experimentieren, bleibt die Stuckenborstelerin ihrer
geliebten Ölfarbe treu. Sie liebt den Geruch der Farbe, der
geradezu einen sinnlichen Reiz auf sie ausübt und oft
spontane Kreativität freisetzt. Ganz versunken in die
Bildgestaltung, findet Ölfarbe oft ihren unvermeidlichen
Weg ins Gesicht, in die Haare, bis hin zu den Füßen, denn
wenn sie malt, vergisst sie die Welt um sich herum. Nicht
selten reicht die Produktivität bis in die Nacht hinein,
bei den sogenannten
Kollossalgemälden hält sie sogar tagelang oder
wochenlang an und endet erst, wenn ein Werk bis ins kleinste
Detail fertig ist. Künstlerisch vorbelastet ist |
die
Malerin durch ihren verstorbenen Onkel Willi Vogel, einem
traditionellen
Worpsweder Landschaftler, der sie als junge Frau
ermutigte, einen künstlerischen Weg einzuschlagen und
diesen mit einem ordentlichen Kunststudium zu befestigen.
Wie
richtig Willi Vogel mit seiner Empfehlung gelegen hat, erfährt
Renate Vogel-Stelling täglich in ihrer Arbeit, denn heute könnte
sie sich ein Leben ohne Malerei nicht vorstellen. Über 60
Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien, Kunsthallen
und öffentlichen Einrichtungen im In- und Ausland sprechen
für sich. Zahlreiche Arbeiten von ihr befinden sich in öffentlichen
Einrichtungen in Deutschland, Moskau, Frankreich oder Rumänien,
den Balearen, Niederlande, Belgien und Spanien.
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1
KULTUR
& SZENE
Montag,
d. 7. August 2011
„Gewaltiges"
in Öl
Retrospektive
von Renate Vogel-Stelling in Trupe eröffnet
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| Lilienthal.
Unter dem Titel „Kunst darf gewaltig sein..." sind seit
Freitag Ölgemälde aus 25 Jahren kreativen Schaffens von Renate
Vogel-Stelling in der Lilienthaler Kunstschau, Trupe 6, zu
sehen.
„Du musst malen",
forderte Kunstprofessor Patrick Maiche die in Danzig geborene
Renate Vogel-Stelling in den 1980er-Jahren in Nizza auf, ihr künstlerisches
Talent auch umzusetzen. Im Nachhinein sah sich die in Bremen aufgewachsene Künstlerin in diesem Moment „zur
richtigen Zeit am richtigen Ort". Vom Professor ermutigt,
begann Renate Vogel-Stelling ihre künstlerische Laufbahn und
entschied sich
das
Handwerk von der Pike |
auf zu erlernen. Ihre Ausbildung
absolvierte sie bei Malern in Nizza, Worpswede und Bremen. Und
die Künstlerin tat gut daran, sich der Kunst zu widmen. Einige
ihrer Arbeiten befinden sich in Privatbesitz, andere in öffentlichen
Einrichtungen unter anderem in Russland, Frankreich, Rumänien,
den Niederlanden,
Spanien, Belgien sowie in den USA.
„Außergewöhnliche
Werke“ aus 25
kreativen Jahren.
Seit
Freitag sind rund 50 Ölgemälde von Renate Vogel-Stelling in
der Kunstschau Wümme Wörpe Hamme der
Lilienthaler Kunst-
stiftung Monika und Hans Adolf Cordes, Trupe 6, zu sehen. Die Künstlerin
hat |
für diese Retrospektive „außergewöhnliche Werke"
aus 25 Jahren kreativen Schaffens ausgewählt. Der Titel ihrer
Werkschau lautet „Kunst darf gewaltig sein...". Und er
scheint wohlgewählt, wirken
die Tanzszenen und Frauenakte doch wahrlich kraftvoll und
beeindruckend auf den Betrachter. Die
Ausstellung läuft noch bis zum 2. Oktober. Zu besuchen ist sie
dienstags bis sonnabends |

Hans
Adolf Cordes freut sich, seit Freitag eine Auswahl der Werke von
Renate Vogel-Stelling in
seiner Kunstschau, Trupe 6, präsentieren zu
können. Foto: Duwe
zwischen 14 und 18 Uhr sowie sonntags
von 10 bis 18 Uhr. Auf Anfrage werden auch Führungen angeboten.
Nähere Infos dazu gibt es unter der Telefonnummer 04298 / 6185 (bo)
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WESER-KURIER
WÜMME-ZEITUNG
Montag,
d. 8. August 2011
Wellenweiber
in der Kunstschau
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WESER-KURIER
KULTUR
Donnerstag,
18. August 2011
Lebenslust:
Renate Vogel-Stelling in der Lilienthaler Kunstschau
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VON
HANS-DIETER
MAHLSTEDT
Lilienthal.
In den Ausstel- lungsräumen der Kunst-
schau Wümme-Wörpe- Hamme liegt der
Duft von Ölfarbe in der Luft. Das zeugt von frischer Produktion. Und
wenn Renate Vogel-Stelling künstlerisch Hand anlegt, ist das
chemische Verdunstungspotenzial bisweilen beachtlich. Da können
durchaus drei bis vier Quadratmeter Leinwand zusammenkommen, die mit
etlichen Farbschichten bedeckt eine lange benötigen.
Mit der Ausstellung „Kunst darf gewaltig sein - 25 Jahre
Kunst in Öl" betritt Hans-Adolf Cordes von der Lilienthaler
Kunststiftung Neuland. Erstmals seit Bestehen der Kunstschau gibt er
mit der Retrospektive der in Danzig geborenen und in Bremen
aufgewachsenen Renate Vogel-Stelling - einer zeitgenössischen
Künstlerin - die Gelegenheit zur Präsentation. Eine
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Sinnenfroh:
Renate Vogel- Stellings Gemälde „Havanna - Viva la Vida"
FOTO: mahlstedt
Gelegenheit zur Präsentation. Eine Gelegenheit, die Vogel-Stelling - deren offenkundige
Daseinslust, sich in der farbprallen Auseinandersetzung mit sexuellen
Schubkräften als Lebenselixier manifestiert - auf optischer Ebene
eindrucksvoll nutzt.
Gleich rechts im
Entree ist ein Selbstportrait in Ganzkörpergröße zu sehen. Es
kann als Programmvorschau gedeutet werden; die Künstlerin, deren
Physiognomie ihre Frauen-Bilder prägt, als selbstbewusste, laszive
und kokette Personifizierung
weiblicher Verführungskraft. Vogel-Stelling verfügt über beträchtliche
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Kapazitäten
an malerischer Kraft und Farbgewalt, die auch dann überzeugen, wenn
sie sich in der bisweilen dekorativ anmutenden, orangerot glühenden
Ornamentik ihrer „Wellenweiber" verliert.
Dies ist ein Thema, das die Künstlerin seit Jahren
umtreibt. Nackte weibliche Körper lösen sich von ihrer Anatomie, um
sich in fließenden Strukturen neu zu formieren. Das erinnert an die
Darstellungen psychedelischer Traumsequenzen aus dem Fundus der
Flower-Power- Ära der späten 1960er-Jahre. Zupackender und bedeut-
samer sind freilich die Akte ihrer aktuellen „Limelight"-
Serie. Diese knapp umrissenen, in expressiver Manier hingeworfenen Flächen verbinden sich in wenigen Farbtönen von greifbarer
Körperlichkeit und Spannkraft.
Besonders deutlich wird diese künstlerische
Diskrepanz im Gegenüber zweier Bilder im |
Untergeschoss des
Hauses. „Wellenweiber -
La dolce vita" und *„
Am Morgen" entstanden beide im vergangenen Jahr und könnten
gegensätzlicher kaum sein.Der Unverbindlichkeit des Dekorativen
steht die aus wenigen kraftvollen Strichen entstandene Empfindsamkeit
und Ungewissheit am Beginn eines neuen Tages entgegen. Diese Gegensätze,
die sich nicht aus der chronologischen Folge einer künstlerischen
Entwicklung herleiten lassen, sind irritierend aber spannungsvoll. Das
gilt auch für die Präsentation dreier Bilder, die Hunger, Krieg und
Unterdrückung thematisieren und die sich im erotisch geprägten
Szenario selbst konter- karieren.
Kunstschau
Wümme-Wörpe- Hamme, Lilienthal, Trupe 6.
Bis
2. Oktober. Di - Sa 14 bis 18 Uhr, So 10 bis 18 Uhr
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Anmerkung
der Künstlerin:
*
Das im Artikel zitierte Werk „Am Morgen“ stammt aus dem Jahr 1997 und
wurde irrtümlich von der Künstlerin jahreszeitlich falsch
auf das Jahr 2010 etikettiert. Die Werke Hunger, Krieg und Unterdrückung stammen aus
den 80er/ Anfang der 90er Jahre. Eine RETROSPEKTIVE! |
VORANKÜNDIGUNG
Gemeinschaftsausstellung
Eröffnung:
29. Oktober 2011 um 18.00 Uhr
in
der
Galerie
CasarettoArt
27283 Verden/ Aller
Brückstraße 4-6
www.casaretto-art.de
5
jähriges Bestehen der Galerie, verbunden mit einem Galeriefest und einer
Ausstellung
mit
Werken von Künstler/innen der Galerie
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